Integration von Social Media Marketing in KMU des Handwerks am Beispiel des Unternehmensnetzwerkes „GADE plus Partner“

Social Media im Handwerk

Foto: Prof. Dr. Heike Simmet von der Hochschule Bremerhaven und Jannis Achenbach (Leiter Werkhof 07 GmbH) zusammen mit Dipl.-Kfm. Michael Bessel von der TREUCOR Unternehmensberatung GmbH (via Skype) nach der erfolgreichen Präsentation der Bachelorthesis  zum Thema „Die Integration von Social Media Marketing in KMU des Handwerks am Beispiel des Unternehmensnetzwerkes GADE plus Partner“

Im Rahmen einer Bachelorthesis untersucht Jannis Achenbach (Leiter Werkhof 07 GmbH) die Umsetzungsmöglichkeiten von Social Media im Handwerk. Die Arbeit von Jannis Achenbach verfolgt im Einzelnen folgende Ziele:

• das Potenzial von Social Media für das Marketing von kleinen und mittleren mittelständischen Unternehmen zu analysieren und
• prüfen, welche Social Media-Plattformen die Ziele der GADE plus PARTNER bedienen können und
• anhand der gewonnenen Erkenntnisse ein anwendbares Social-Media-Marketing-Konzept für die Unternehmenskooperation „GADE plus PARTNER“ zu erarbeiten

Achenbach kommt zu folgenden Erkenntnissen: Das Potenzial von Social Media für unternehmerisches Handeln ist enorm, dies belegen die Mitgliederzahlen und Erfolgsgeschichten der einzelnen Plattformen. Social-Media-Marketing bietet durch einen viralen Effekt die Möglichkeit, kostengünstig eine hohe Reichweite in der Marketingkommunikation zu erreichen. Es wird so oder so über das eigene Unternehmen in sozialen Netzwerken diskutiert, also sollten die Unternehmen aktiv werden und an den Diskussionen teilnehmen. Zudem ist für Unternehmen zu bedenken, dass die zukünftigen Führungskräfte mit den sozialen Netzwerken groß werden (Digital Natives), und somit der Stellenwert des Web 2.0 stetig ansteigen wird. Neben den Vorteilen der kostengünstigen Kommunikation und hohen Reichweite müssen Unternehmen aber auch die Zeitressourcen berücksichtigen, denn wenn Unternehmen in sozialen Medien aktiv werden, müssen sie auch Zeit investieren.

Eine Erweiterung der derzeitigen Kommunikationspolitik der GpP durch den Einsatz von Social Media Marketing hält Achenbach für sinnvoll. Als Unternehmensnetzwerk mit 11 Firmen ist es möglich, geeignete Themen zu finden, die von GpP kommuniziert werden kann und der Zielgruppe einen Nutzen stiften. Des Weiteren bieten soziale Netzwerke die Möglichkeit, den Gedanken des Netzwerkes und der Empfehlung auch dort zu verfolgen. Alle festgelegten Social Media-Ziele der GpP können bedient werden, doch nicht jede Plattform ist dafür geeignet. Nach einer gründlichen Analyse der wichtigsten Plattformen sind für die Social Media-Strategie der GpP nur sechs Plattformen von Bedeutung, wobei die Strategie zukünftig durch weitere Plattformen ergänzt werden kann.

Doch nicht für alle Unternehmen bietet Social Media eine sinnvolle Kommunikationsmöglichkeit. Besonders schwierig wird die Einführung bei kleinen Handwerksbetrieben, da diese meist keine Zeit für solche Marketingkommunikationen haben – Achenbachs Untersuchungen haben ergeben, dass der Erfolg ohne Aufwand in den sozialen Netzwerken nur sehr schwer möglich ist. Es bleibt also festzuhalten, dass sowohl ein Interesse vorhanden sein muss wie auch der Wille, zeitliche Ressourcen für Social Media-Aktivitäten frei zu machen. Hier ist zu empfehlen, Teile der Social-Media-Aktivitäten (Strategie, Umsetzung und Kontrolle) in externe Hände zu geben, um trotz des Zeitmangels einen Nutzen aus den sozialen Medien zu erhalten. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Unternehmen (60%) ohne klare Strategie in die sozialen Netzwerke eintreten – dies kann zu Ressourcenverschwendung führen, da ggf. an der Zielgruppe vorbei kommuniziert wird. Eine Strategie ist sehr wichtig, um einen guten und zielführenden Social-Media-Auftritt zu erlangen. Die Strategie sollte folgende Fragen bedienen: was ist / was sind mein(e) Ziel(e) in den sozialen Medien, wer ist meine Zielgruppe, was interessiert meine Zielgruppe, wie erreiche ich meine Zielgruppe?

Die von Achenbach generierten Handlungsempfehlungen für die GpP wurden einstimmig von den Geschäftsführern abgesegnet, so dass einer Einführung der GpP in die sozialen Medien nichts im Wege steht. Achenbach ist über diese Arbeit hinaus für die Umsetzung, Überwachung und Pflege der Social-Media-Strategie verantwortlich und wird zukünftig fortlaufend daran arbeiten.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis meiner Thesis – die ausgearbeiteten Handlungsempfehlungen werden derzeit und in naher Zukunft auch umgesetzt. Social Media ist für kleine Handwerksbetriebe aktuell noch kein brennendes Thema, da die Zeit und oft auch das Interesse fehlen. Das man aber durchaus als kleiner Handwerksbetrieb Erfolge mit den sozialen Medien verzeichnen kann, zeigt das Best Practice Beispiel „Malerische Wohnideen“ von Herr Volker Geyer unter www.malerische-wohnideen.de“ sagt Achenbach.

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Über Prof. Dr. Heike Simmet

Prof. Dr. Heike Simmet Professorin für Betriebswirtschaft Speaker und Beraterin
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4 Antworten zu Integration von Social Media Marketing in KMU des Handwerks am Beispiel des Unternehmensnetzwerkes „GADE plus Partner“

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