Aufbau und Pflege einer Online-Community

Von Jorge Andrés Chajchalac Arias

Durch die Einführung des Internets haben sich die Geschäftsmodelle geändert. Die Geschäftstätigkeiten der großen Unternehmen werden täglich in Online Communities, auch als virtuelle Gemeinschaften bekannt, ausgeführt. Sie umfassen sowohl interne Mitglieder als auch mit externe Mitglieder. Sie sind mit der Entwicklung von Web 1.0 zu Web 2.0 anwendbar geworden.

Web 2.0

Unter dem Terminus Web 2.0 (vgl. Gabler Lexikon) versteht man die Entwicklung des Internets zu einer interaktiven Phase (Sozialisierung des Netzes) zwischen den Nutzern, die die Basis für die Online Communities darstellt. Die Unterschiede zwischen Web 1.0 und Web 2.0 sind:

Online Community

Online ist der Zustand, in einem Netzwerk von Computern u./o. anderen Geräten verbunden zu sein (vgl. Search Networking). Howard Rheingold hat den Begriff Online Communities als „Virtual communities are social aggregations that emerge from the Net when enough people carry on those public discussions long enough, with sufficient human feeling, to form webs of personal relationships in cyberspace“ (Rheingold, H., 1993) definiert.

Die Wirtschaftslexikon Gabler definiert diesen Ausdruck als „[…] die organisierte Kommunikation innerhalb eines elektronischen Kontaktnetzwerkes […] für die Zusammenkunft einer Gruppe von Individuen, die in einer bestimmten Beziehung zueinander stehen. Im Mittelpunkt steht dabei jedoch immer die soziale Interaktion und damit der Austausch selbst geschaffener entweder inhaltlich oder personenbezogener Informationen.“ (vgl. Gabler Lexikon).

Typen von Communities

Es gibt vier verschiedene Gruppen von Communities:

Aufbau und Pflege von Online Communities

Bevor man den Aufbau der virtuellen Gemeinschaft erstellt, soll man sich zuerst die Zielsetzung der Community vor Augen führen. Dafür soll man diese Fragen beantworten können (vgl. contentmanager 2002)

Welchen Typ von Gemeinschaft möchte ich aufbauen? Warum möchte ich die Gemeinschaft aufbauen? Für welche Zielgruppe möchte ich die Gemeinschaft aufbauen?

Danach kann man die neun allgemeingültigen Entwurfsstrategien, die die erfolgreiche und dauerhafte Gemeinschaft ausmachen“ (contentmanager 2002), die A.J. Kim aufgebaut hat, anwenden.

1. Definierung und Formulierung der Zielsetzung

2. Flexible und erweiterungsfähige Treffpunkte

3. Erstellung von aussagekräftigen und entwicklungsfähigen Mitglieder-Profilen

4. Berücksichtigung von verschiedenen Rollen beim Entwurf

5. Entwicklung eines leistungsfähigen Leadership-Programm

6. Förderung einer geeigneten Etikette

7. Förderung von regelmäßigen Ereignissen

8. Integration von Ritualen im Gemeinschaftsleben

9. Den Mitgliedern das Einrichten von Untergruppen erleichtern

„Die Stärken virtueller Gemeinschaften liegen nach Hagel und Armstrong in der parallelen Befriedigung der folgenden vier menschlichen Bedürfnisse, die sie mit Interesse („Interest“), Beziehung („Relationship“), Phantasie („fantasy“) und Transaktion („Transaction“) überschreiben.“ (Dohmann, H.; Fuchs, G.; Khakzar, K. 2002, S. 319)

Mitgliederentwicklung und Rollen

Man kann die Mitglieder einer Gemeinschaft mit Hilfe der vier Stufen der Mitgliederentwicklung erfassen:

(vgl. Keding, T. 2007, S.24)

Je nach dem Verhalten des Mitglieds kann man sie in fünf Rollen klassifizieren:

(vgl. Keding, T. 2007, S.35)

Das Ziel einer Community ist es, so viele Mitglieder, Leaders und Senioren zu bekommen wie möglich und davon zu profitieren.

Die Interkommunikation zwischen den Teilnehmern der Communities kann asynchron oder synchron sein, z. B. per Mailinglisten oder Chat-Systeme (vgl. Kednig, T. 2007, S.20). Mit den asynchronen Kommunikationsmitteln können die Teilnehmer einer Gemeinschaft fundierte und qualitativ hochwertige Informationen mitteilen. Andererseits teilen die Gäste quantitative Beiträge durch synchrone Medien.

Das Web 2.0 ist die Plattform für die Online Communities. Durch das Web 2.0 haben die Unternehmen ein neues, viel versprechendes Geschäftsmodell, um näher an den Kunden zu sein und davon können sie auch erwirtschaften.

Literaturverzeichnis

Contentmanager (2002): Communitybuilding von Amy Jo Kim, http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_286_communitybuildingi.html letzter Zugriff 18.11.2011

Dohmann, H.; Fuchs, G.; Khakzar, K. (2002): Die Praxis des E-Business, Vieweg, Braunschweig. Aus: Hagel III, J.; Armstrong, A. (1997): net.again – expanding markets through virtual communities, Harvard Business School Press, Boston, Mass.

Gabler Lexikon http://wirtschaftslexikon.gabler.de/ letzter Zugriff 08.05.2011

Germer, R.; Wolters,N.; Gell,M.; Pasini,M. (2007): Geschäftsmodelle und crossmediale Strategien von Web 2.0 Platformen.Projektarbeit.Rheinische Fachhochschule Köln. Aus: Smoke and Mirrors: Webgenerationen: Agentur für Online-Kommunikation. http://www.bernd-schmitz.net/skripte/Geschaeftsmodelle_web20.pdf, letzter Zugriff am 08.11.2011.

Keding, Tim (2007): Virtuelle Communities : Erfolgsfaktoren für das Internet- Geschäftsmodell virtueller Gemeinschaften. VDM, Verl. Dr. Müller, Saarbrücken.

Rheingold, Howard. (1993): The Virtual Community: Homesteading on the electronic Frontier, New York: Addison-Wesley.

Search Networking http://searchnetworking.techtarget.com/definition/online, letzter Zugriff am 08.11.2011.

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Über Prof. Dr. Heike Simmet

Prof. Dr. Heike Simmet Professorin für Betriebswirtschaft Speaker und Beraterin
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